Nach dem blamablen Auftritt vor einer Woche war bei der B1 Wiedergutmachung angesagt. Wie bereits angekündigt, ging es dabei nicht darum, oben anzuklopfen, sondern zunächst einmal wieder die eigenen Tugenden auf den Platz zu bringen. Die Voraussetzungen waren also klar – Fokus auf uns selbst.Die Berghofer Jungs starteten solide in die Partie und erspielten sich gefühlt rund 60 Prozent Ballbesitz. Allerdings fehlte es zunächst an Bewegung ohne Ball. Die geforderten flachen Schnittstellenpässe mussten daher ein ums andere Mal langen Bällen weichen. Trotzdem erspielte sich die Mannschaft einige hochkarätige Möglichkeiten: zweimal Aluminium sowie zwei nahezu hundertprozentige Chancen bei lediglich ein bis zwei guten Angriffen der Gäste – der x-Goal-Wert hätte zur Pause deutlich für Berghofen gesprochen. Doch wie so oft zählt nur das Ergebnis, und das lautete 0:0.Die zweite Halbzeit stand unter dem Motto: Der Dosenöffner muss her. Defensiv weiterhin sicher und kompakt, dauerte es dennoch weitere 16 Minuten, bis der Bann endlich gebrochen war. Eine sauber herausgespielte Kombination und ein trockener Abschluss sorgten für das längst überfällige 1:0.Mit der Führung im Rücken wirkte das Spiel plötzlich leichter. Der Pechvogel der ersten Halbzeit, der zuvor zweimal am Aluminium gescheitert war, belohnte sich nun ebenfalls mit einem Treffer. Die Partie schien entschieden – doch die Berghofer Jungs machten es in der Schlussminute (80+1) mit ihrem dritten Treffer noch einmal spannend, allerdings ins falsche Tor. Der Anschlusstreffer brachte unnötige Hektik ins Spiel, und auch der Schiedsrichter wollte offenbar noch seinen Teil beitragen, ehe nach 80+8 endlich Schluss war.Am Ende stand ein verdienter Erfolg und die erhoffte Wiedergutmachung. Oder, um es mit einem Augenzwinkern zu sagen: Wir haben es irgendwie besser hinbekommen als Leipzig gestern – und das ist doch auch ein Fazit.