Statistik des Tages:

​Tore: 1:0 (Nr. 2), 2:0 (Nr. 2), 2:1 (ET Nr. 18)

​Ballverlust-Quote: -50% im Vergleich zum letzten Heimspiel (nur noch 2 Bälle im Aus verloren).

​Trainer-Puls: Zeitweise im kritischen Bereich.

Manchmal sagt das Schweigen eines Trainers mehr als tausend Worte. Den Spielbericht der Vorwoche hielt der Coach der „Berghofer Jungs“ unter Verschluss – Schwamm drüber. Am heutig Spieltag folgte die Antwort jedoch auf dem Platz. In einer nervenaufreibenden Partie gegen den Tabellennachbarn Rot-Weiß Barop bewiesen die Gastgeber, dass sie ihr „Pokalgesicht“ auch im Ligaalltag zeigen können.

Während die Gäste in der ersten Halbzeit optisch etwas mehr Spielanteile verbuchten, behielt Berghofen defensiv die volle Kontrolle. Die Nummer 33 im Kasten der Hausherren erlebte einen vergleichsweise ruhigen Nachmittag, da die Abwehr bis auf einige Eckbälle kaum etwas zuließ.
​Das Problem blieb jedoch die Offensive: Trotz hochkarätiger Möglichkeiten fehlte im Abschluss die letzte Konsequenz. „Chancenverwertung und Konzentration nach anstrengenden Phasen sind Themen, an denen wir arbeiten müssen“.

In der zweiten Hälfte zogen die Berghofer das Tempo an. Durch aggressives Pressing wurde Barop zu Fehlern gezwungen. Die Belohnung folgte prompt: Ein geschickter Ballklau leitete das verdiente 1:0 ein.
Kurz darauf schlug die Stunde der Nummer 2. Im Hinspiel noch tragische Figur mit einem „Uli-Hoeneß-Gedächtniselfmeter“ weit über den Querbalken, zeigte er diesmal seine Knipser-Qualitäten. Nach einem präzisen langen Ball aus der eigenen Hälfte blieb er cool und schnürte den Doppelpack zum 2:0.

Wer dachte, die Messe sei gelesen, wurde enttäuscht. Barop warf alles nach vorne, während Berghofen die sich bietenden Konterchancen liegen ließ. Zweimal musste die Defensive sogar auf der eigenen Torlinie klären. In der Schlussphase wurde es kurios: Die Nummer 18 verbuchte ihren zweiten Scorerpunkt des Tages – allerdings auf der falschen Seite. Ein unglückliches Eigentor zum 2:1 sorgte für eine dramatische Schlussphase, die den Trainer sichtlich altern ließ.

Am Ende retteten die Jungs den knappen Vorsprung über die Zeit.

Wenn der Kontrahent nach Abpfiff moniert, „nicht da gewesen zu sein“, ist das oft das größte Kompliment für die eigene taktische Leistung. Ein Sieg der Moral, der zeigt: Wenn die Einstellung stimmt, passt am Ende auch das Ergebnis.