Die Vorbereitung unserer B1 steht aktuell unter keinem guten Stern. Wie schon in der vergangenen Woche erreichten uns kurzfristig zahlreiche Absagen, sodass wir erneut erst in letzter Minute überhaupt eine spielfähige Mannschaft mit elf Spielern zusammenbekommen haben. Ein besonderer Dank geht dabei an Oskar, der kurzfristig ausgeholfen hat.
Unter diesen Voraussetzungen ist es nahezu unmöglich, Abläufe einzustudieren oder als Mannschaft zusammenzuwachsen. Während einige unserer direkten Konkurrenten bereits fünf oder sechs Testspiele absolviert haben, fehlt uns diese gemeinsame Spielpraxis. Individuelle Qualität allein wird in der kommenden Saison nicht ausreichen – Fußball bleibt ein Mannschaftssport.
Das zeigte sich auch im Testspiel am Wochenende. Wir verloren nicht gegen stärkere Spieler, sondern gegen eine Mannschaft, die als Einheit auftrat.
Taktisch starteten wir erneut im 3-5-2-System. Nach knapp 30 Minuten mussten wir jedoch feststellen, dass die Abstimmung in der Defensive noch überhaupt nicht funktionierte. Die Umstellung auf ein 4-4-2 brachte deutlich mehr Stabilität, sodass wir in der zweiten Halbzeit ein wesentlich besseres Gesicht zeigten. Mit etwas mehr Konsequenz wäre sogar der Gewinn der zweiten Hälfte möglich gewesen.
Das verhinderten wir aber durch Zirkusaktionen. Dass solche Aktionen anschließend auch noch gefeiert werden, ist ein Zeichen dafür, dass wir unsere Prioritäten wieder richtig setzen müssen.
Als Trainer können wir nur den Finger heben und warnen: Wenn wir diesen Weg weitergehen, werden unsere eigenen Saisonziele schnell außer Reichweite geraten. Wer um die Plätze eins bis drei mitspielen möchte, muss sich entsprechend vorbereiten. Andernfalls werden wir uns eher im Tabellenmittelfeld wiederfinden – und dann wird es umso schwieriger, Motivation und Selbstvertrauen hochzuhalten.
Unser Appell an die Jungs ist deshalb klar: Ihr habt euch einen kleinen Kader gewünscht. Ihr wollt eine erfolgreiche Saison spielen. Dann muss jetzt jeder seinen Beitrag leisten – auf und neben dem Platz. Erfolg entsteht nicht durch Worte, sondern durch Einsatz, Verlässlichkeit und gemeinsames Arbeiten als Team.