Nach zwei turbulenten Wochen im Team stand für Berghofen ein wichtiges Pflichtspiel an. Ziel war es, die viele – teilweise auch negative – Energie in Leistung auf dem Platz umzusetzen.

Der Gegner hieß Brechten.

Im Hinspiel hatte Berghofen noch klar mit 5:0 gewonnen, doch dieses Mal war allen bewusst: Die Aufgabe würde deutlich schwerer werden. Brechten spielte eine starke Rückrunde und trat mit viel Selbstvertrauen an.

Berghofen begann wie gewohnt im 4‑2‑3‑1‑System und wollte den Gegner früh unter Druck setzen. Doch Brechten hielt gut dagegen, spielte mutig nach vorne und zeigte von Beginn an, dass sie nicht gewillt waren, sich erneut klar geschlagen zu geben.

In der 20. Minute folgte dann der Dämpfer: Nach einem sehr schönen Spielzug erzielte Brechten das 0:1.

Ab der 25. Minute änderte sich das Bild deutlich. Berghofen übernahm komplett die Kontrolle über das Spiel. Viel Ballbesitz bestimmte die Partie – doch trotz des hohen Aufwands fehlte bis zur Halbzeit das Zählbare. Es blieb ein Spiel mit viel Einsatz, aber ohne Ertrag.

Für die zweite Halbzeit hatte sich Berghofen viel vorgenommen. Doch der gewünschte Druck ließ zunächst nach. Brechten spielte weiter mutig mit und hatte sogar die große Chance auf das 0:2 – fast eine Kopie des ersten Tores. Spätestens jetzt war klar: Es mussten neue Impulse her.

Die logische Konsequenz folgte in der 60. Minute mit der Umstellung auf ein 3‑5‑2‑System. Diese Maßnahme zeigte schnell Wirkung. Berghofen wurde gefährlicher, gewann mehr zweite Bälle und erhöhte den Druck auf die Defensive der Gäste. Nur fünf Minuten später wurde Brechten nach einer scharfen Hereingabe praktisch zu einem Eigentor gezwungen – der verdiente Ausgleich.

Um den Druck und dpeziell das Anlaufen in vorderster Front weiter zu erhöhen, bekam der bisher oft allein gelassene Stoßstürmer einen zweiten, sehr laufstarken Angreifer an seine Seite.

Und dann kam der Moment, ….: Ein Treffer fast von der Mittellinie – ein echtes „Klaus‑Augenthaler‑Gedächtnistor“. Ein Tor, das man sich noch Jahre anhören wird, auch wenn der Trainer dafür vermutlich „Asyl beantragen“ muss.

Der Schlusspunkt war das 3:1 – und dieses Tor war pure Fußballkunst. Wie die Nummer 22 den zweiten Stürmer freispielte, war einfach nur sehenswert. Ein Angriff, der perfekt zu diesem kämpferischen Auftritt passte.

Am Ende blieb ein anstrengendes Spiel – anstrengend für die Spieler, anstrengend für das Coaching. Doch die Mannschaft hat hoffentlich erkannt, was sie gemeinsam erreichen kann. Mindestens Platz 5 scheint nun gesichert, und der Blick darf wieder nach oben gehen.

Auf geht’s Berghofen – kämpfen und weiter siegen!