Eigentlich wollten unsere B1-Junioren zeigen, dass sie aus dem Hinspiel gegen den Tabellenführer gelernt haben. Doch am Ende stand eine deutliche Niederlage, die vor allem eines aufzeigte: Auf diesem Niveau wird jeder kleine Fehler gnadenlos bestraft.
Trotz einiger Umstellungen – Ausfälle, viele angeschlagen Spieler oder Trainingsrückstand – startete unsere Elf konzentriert.
In den ersten acht Minuten sah das Ganze spielerisch sogar richtig ansehnlich aus. Wir hatten die erste Großchance des Spiels auf dem Fuß. In solchen Partien ist das der Moment für einen „Gamechanger“: Gehst du hier 1:0 in Führung, bekommt das Spiel eine ganz andere Dynamik.
Stattdessen schlug es fast im Gegenzug (8. Min) zum 0:1 in unserem Kasten ein.
Was dann folgte, war ernüchternd. Fast im 8-Minuten-Rhythmus erhöhte der Tabellenführer: 16. Minute 0:2, 24. Minute 0:3. Zwar gelang es uns diesmal besser als im Hinspiel, die gefährlichen Steck- und Tiefenpässe zu verhindern, doch gegen das enorme Tempo, mit dem der Gegner die Räume nutzte, fanden wir kein Mittel.
Das Hauptproblem bleibt leider unser Spiel ohne Ball. Wir schafften es zu selten, die Räume kompakt zu schließen. Besonders schmerzhaft: Beim 0:4 (31. Min) standen wir defensiv sogar in Unterzahl – ein Umstand, der bei einem solch hohen Rückstand eigentlich nicht passieren darf. Mit einem 0:5 ging es in die Kabine.
Wer in Durchgang zwei auf eine große Wende hoffte, wurde enttäuscht. Wir agierten phasenweise zu passiv, teilweise unkonzentriert und schlichtweg „zu lieb“ in den direkten Duellen. Die Wahrheit ist: Mit Ball am Fuß sieht das bei unseren Jungs oft richtig gut aus, aber zum Fußball gehört eben auch die harte Arbeit gegen den Ball. Der Gegner nutzte unsere Einladungen konsequent aus, um das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben.
Interessant zu wissen: Der Tabellenführer hatte uns im Vorfeld mehrfach beobachten lassen. Man wusste dort genau, dass wir mit vielen 2010ern spielen und hatte durchaus Respekt vor uns als Gegner. Dass wir diesen psychologischen Vorteil und das vorhandene Potenzial diesmal so gar nicht auf den Platz bringen konnten, schmerzt besonders.
Fazit: Mund abputzen, analysieren und weiterarbeiten. Wir wissen, was wir am Ball können – jetzt müssen wir lernen, auch ohne Ball die nötige Galligkeit zu entwickeln.