Es gibt diese Tage, an denen man als Trainerteam schon vor dem Anpfiff spürt, dass die Entscheidungen schwerer wiegen als sonst. Unter der Woche standen 16 starke Spieler zur Verfügung, die Diskussionen über Positionen waren intensiv, die finale Startelf sorgfältig gewählt. Doch nach nur zehn Minuten lag die Mannschaft mit 0:2 zurück – und plötzlich wirkte jede Überlegung falsch.

Dass beide Gegentreffer abgefälscht waren, spielt am Ende keine Rolle. Entscheidend war, dass die Mannschaft keinen Zugriff auf das Spiel des Gegners bekam. Erst nach dem frühen Rückstand fand das Team langsam ins Spiel zurück. Doch genau in dieser Phase führte ein Elfmeter – verursacht, obwohl der Gegenspieler sich bereits aus dem Strafraum herausbewegte – zum nächsten Rückschlag. Spätestens da war klar: Das wird ein gebrauchter Tag.

Es ist bereits das dritte Mal in dieser Saison, dass die Mannschaft sich selbst im Weg steht, gerade dann, wenn der Weg nach oben offen scheint. Wie in Barop und gegen Holzen-Sommerberg schien die Tür Richtung obere Tabellenhälfte weit offen – und wurde erneut selbst zugeschlagen.

Statt Stabilität gab es „Kack-Tore des Monats“, statt Widerstandskraft zu wenig Resilienz. Die unglücklichen Trainerentscheidungen wirkten wie ein negativer Funke, der sich auf die Mannschaft übertrug. Bis auf die zehn Minuten nach dem 0:2, in denen das Team zwar besser wurde, aber zu fahrlässig mit Chancen umging, bleibt wenig Positives zu berichten.

Ein weiteres Phänomen bleibt bestehen: Die Mannschaft schafft es nicht, sich gegen ein solches Spiel zu wehren und das Ergebnis zumindest erträglich zu gestalten. Am Ende steht eine Niederlage, die weh tut – nicht nur wegen der Gegentore, sondern wegen der verpassten Chance, endlich den nächsten Schritt zu machen.