Endlich war es so weit: Unser zweiter Trikotsatz – komplett in Weiß – ist eingetroffen. In diesem Outfit sollte nun auch der erste Ligasieg eingefahren werden.

Nach dem Pokal-Höhenflug unter der Woche hieß es diesmal: Pflichtaufgabe in der Liga. Der Trainer rotierte kräftig durch, ganze acht Positionen wurden verändert. Andere sprechen von „Belastungssteuerung“, unser Coach nennt es schlicht „großer Kader“. Dass dabei ein wenig der Spielfluss leidet, ist verständlich – eine Ausrede darf es allerdings nicht sein. Denn jeder im Team hat zurecht den Anspruch auf Einsatzzeit.

Taktisch war der Fokus heute auffällig auf Schnittstellenpässe durch die Mitte gelegt, obwohl die Formation im 4-2-3-1 eigentlich auf Breite ausgelegt ist. So war es wenig überraschend, dass das 1:0 über den Flügel fiel – genau so wollen wir Fußball sehen!

Das 1:1 des Gegners nach zwei Lattentreffern war ärgerlich und unnötig, aber offenbar der nötige Wachmacher. Mit einem sehenswerten Hacken-Zuspiel wurde unser Topscorer freigespielt – 2:1, und erneut kurz vor der Pause! Zum dritten Mal in Folge trafen wir in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel legten die Jungs schnell das 3:1 nach. Der Gegner reagierte zunehmend genervt, und wir hatten die Partie im Griff. Das 4:1 fiel per Elfmeter nach Foulspiel und roter Karte für den Torhüter. Eigentlich die Vorentscheidung – doch plötzlich schaltete das Team unbewusst einen Gang zurück. Nur noch 98 % Einsatz reichen in der Sonderklasse nicht: prompt kassierten wir einen Weitschuss in Überzahl. Minutenlang fehlte die Ordnung.

Erst als die Kräfte beim Gegner spürbar nachließen, setzten wir wieder nach. Mit dem 5:2 war der Bann gebrochen, und das 6:2 machte den Deckel endgültig drauf.

Fazit: Weiße Trikots, weiße Weste – der erste Ligasieg ist da.